Tagesfrage: 18. Dezember
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50 JAHRE MODEHAUS VETTER
BÜRSTADT. Wenn in unserer Stadt ein Familienbetrieb seit mittlerweile 50 Jahren ununterbrochen erfolgreich ein Bekleidungsgeschäft führt, ist das aller Ehren wert. In diesem Jahr kann das Modehaus Vetter in der Nibelungenstr. 92-94 ein solches Jubiläum feiern. Wir nehmen dies zum Anlass, die Geschichte des Modehauses im Wandel der zurückliegenden fünf Jahrzehnte Revue passieren zu lassen.

Vetter Haus

Im Jahre 1965 übertrugen Elisabeth und Philipp Jakob IV., die in der Karlstraße einen Strickerei-Betrieb führten, ihrer Tochter Ingrid das Haus in der Heinrichstraße 3. Bis dato war die Tochter, die im August 1962 Hans-Werner Vetter heiratete, im Familienbetrieb beschäftigt. Nach einer Umbauphase eröffnete Ingrid Vetter im August 1966 in den umfangreich modernisierten Geschäftsräumen ein Baby- und Kinderhaus. Im Angebot waren neben Bekleidungs- auch Ausstattungsartikel wie Kinderwagen und Spielwaren für Kleinkinder. Das zunächst große Schaufenster sowie die Verkaufsräume waren allerdings schon nach kurzer Zeit zu knapp bemessen, um das breit aufgestellte Angebot, geschweige denn die Kinderwagen, präsentieren zu können.

In Anbetracht der engen Räumlichkeiten war ein zweiter Umbau unumgänglich. Bereits 1968 kam es erneut zu einer grundlegenden Umbaumaßnahme, bei der das benachbarte Eckhaus zur Karlstraße bis auf die Grundmauern abgetragen und durch einen Neubau ersetzt wurde. Das Geschäftshaus wurde zudem aufgestockt. So konnten neben Privatwohnungen auch Büroräume für das Geschäft sowie Lager- und Präsentationsräume für die doch recht voluminösen Kinderwagen geschaffen werden. Die Geschäftsentwicklung ließ von Beginn an keine Wünsche offen. So wurde es zwischenzeitlich notwendig, in der Innenstadt nach größeren Geschäftsräumen Ausschau zu halten. So kam es, dass im Jahr 1970 in der Mainstraße 10 geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung standen, und Ingrid Vetter griff zu.

Aber auch diese neuen Geschäftsräume genügten den Anforderungen in Anbetracht der expandierenden Geschäftsentwicklung nicht auf Dauer. Die Wohn- und Büroräume der Familie waren nach wie vor in der Heinrichstraße 3, damit aber von den angemieteten Geschäftsräumen getrennt. So wuchs der Wunsch nach einem eigenen Wohn- und Geschäftshaus im Zentrum der Stadt, dessen Verwirklichung im Jahre 1974 schließlich in der Nibelungenstraße 92 in die Tat umgesetzt werden konnte.

An der Ecke Nibelungen-/Damm-Straße konnte Familie Vetter noch das letzte freie Grundstück erwerben und errichtete ein Wohn- und Geschäftshaus. Zuvor fand die Immobilie in der Heinrichstraße 3 einen neuen Eigentümer und auch die Geschäftsräume in der Mainstraße 10 hätten für einen längeren Zeitraum nicht mehr zur Verfügung gestanden. Die Neueröffnung firmierte zunächst unter „Kinderhaus und Junge Mode“. Im Oktober 1975 trat Ehemann Hans-Werner, der bis zu diesem Zeitpunkt bei den Mannheimer-Motorenwerken arbeitete, als Angestellter in das Unternehmen seiner Frau ein. Mit dem Standortwechsel ging auch eine Neuorientierung hinsichtlich des Warenangebots einher. Unter dem neuen Label „Modehaus Vetter“ werden ab 1974 in den folgenden Jahren neben Kinderbekleidung, Kinderausstattung, Kinderwagen und Spielwaren als Novum auch Textilwaren für die „Junge Mode“ angeboten.
Im Jahr 1987 fand die wohl letzte bauliche Veränderung in der bisher 50jährigen Firmengeschichte von Vetter Moden ihren Abschluss. Die Familie konnte das Nachbargrundstück erwerben und um den heute bestehenden Anbau erweitern.

Aber auch die folgenden Jahre legte das Ehepaar Vetter, das „nebenbei“ auch drei Kinder großgezogen hat, die Hände nicht in den Schoß. In Bensheim entstand 1979 eine Filiale, das „Kinder-Center Vetter“, dessen Angebot ausschließlich auf Kinderausstattung ausgerichtet war. Seit 2014 ist diese eigenständige Dependance unter der Adresse „Vetter for Kids“ unter der erfolgreichen Leitung von Tochter Silke Vetter-Kissel und Schwiegersohn Manfred Kissel in neue Geschäftsräume nach Weinheim umgezogen.
Auch Sohn Burkhard verschlug es in die Textilbranche. Er eröffnete 1994 in der Nibelungenstraße 67 in eigener Regie ein Geschäft für Herrenmode. Seit 2004 ist dieser Geschäftszweig in das Hauptgeschäft in der Nibelungenstraße 92 übergesiedelt und führte zur betrieblichen Verschmelzung als GbR von Ingrid und Burkhard Vetter. Heute bietet das Hauptgeschäftshaus ausschließlich Markenmode für Sie und Ihn an. Sohn Michael hat es nach Argentinien verschlagen, fühlt sich aber nach wie vor mit seinem Elternhaus und seiner Heimatstadt eng verbunden.

Zu den Aushängeschildern von Vetter Moden gehören seit über zehn Jahren die Modeschauen. Erste praktische Erfahrungen konnte Ingrid Vetter 1976 sammeln, als sie gemeinsam mit zwei anderen Unternehmen anlässlich des 100. Geburtstages des Gesangvereins „Harmonie“ in der TSG-Halle ihre erste Modenschau organisierte. Der Erfolg der Veranstaltung bestärkte sie, im folgenden Jahr eine eigene Veranstaltung im Bürgerhaus durchzuführen. Mittlerweile findet dieses lokale Event einmal im Jahr als „Hausmodenschau“ in den eigenen Geschäftsräumen statt und erfreut sich alljährlich großer Beliebtheit. Aus Anlass des 50jährigen Geschäftsjubiläums laden Ingrid und Burkhard Vetter mit ihrem Team am Donnerstag, den 15. September, zur „Großen Jubiläums-Modenschau“ in die Nibelungenstraße 92 – 94 ein.

Auf die Frage, ob Ingrid und Hans-Werner Vetter nach fünf erfolgreichen Jahrzehnten mit mehrmals wechselnden Geschäftsräumen und unterschiedlichen textilen Warenkollektionen, noch einen Wunsch haben, kommt von beiden wie aus der Pistole geschossen: „Wir wünschen uns sehnlichst eine geschäftliche Neubelebung ohne Leerstände in der Nibelungenstraße!“

Für Sie vor Ort in Bürstadt
Nibelungenstraße 92-94
www.vetter-moden.de